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Quallität und Sicherheit
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Aufsicht und Beschwerde

Auf Grund des Vorfalles im März 2006, als die Platzierung von schwierigen Jugendlichen in Spanien ein grosses Medienecho auslöste, empfahl die Integras, der Fachverband Sozial- und Sonderpädagogik, im Juni 2006 den Kantonen Familienplatzierungs-Organisationen als Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe anzuerkennen. Diese sollen gemäss den empfohlenen Richtlinien, welche im Juni 2006 von der Integras verabschiedet wurden, Betriebsbewilligungen erhalten und somit unter die Aufsicht der Kantone gestellt werden.

Der Verein LIFEplus reichte aus eigener Motivation und gemäss den Empfehlungen der Integras Gesuche für die Erteilung der Betriebsbewilligung ein. Damit sollte ebenfalls die damit verbundene Aufsicht durch die Kantone, zur Sicherung der Qualitätskontrolle, gewährleistet werden. Mangels gesetzlicher Grundlagen ist eine freiwillige Unterstellung unter die Bewilligung und Aufsicht in den meisten Kantonen nicht möglich. Die Verantwortung für die Platzierung von Jugendlichen bleibt gemäss Art. 316 ZGB bei den platzierenden Vormundschafts- und Strafverfolgungsbehörden.

Zu Recht haben die vergangenen Ereignisse in der Platzierungsentscheidung Verunsicherung ausgelöst. Deshalb ist es nachvollziehbar, dass sich die zuweisenden Stellen auf die Familienplatzierungs-Organisationen beziehen die Rahmenkontrakte mit den wenigen Kantonen verfügen, die eine Bewilligungspflicht eingeführt haben und unter die Aufsicht des Kantons gestellt wurden. Dieser Umstand bewirkt, dass neue Angebote kaum berücksichtigt werden und sich nicht etablieren können, was sich für die Vielfalt und Auswahl an Lösungsmöglichkeiten für den betroffenen Jugendlichen und die zuweisenden Stellen als nachteilig erweisen kann.

Wir vom Verein LIFEplus sind überzeugt, dass unser kleines, effizientes und innovatives Angebot für den Erfolg einer Krisenintervention entscheidend beitragen kann. Zur Sicherung der Qualität und Gewährleistung der gesetzlichen Aufsichtspflicht, verpflichtet der Verein LIFEplus die zuweisenden Stellen in der unabhängigen, externen Fachgruppe ihre Erfahrung in die pädagogische und organisatorische Entwicklung wirksam einzubringen und die Transparenz der Vereinstätigkeit sicher zu stellen.

Interne Aufsicht:

  • Der/die Jugendliche nimmt selbstständig seine/ihre Rechte wahr 
  • Die Eltern oder die gesetzliche Vertretung stellt die Rechte und den Schutz sicher und wachen über das Wohlergehen des Jugendlichen
  • Die Leitung stellt in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden und den Partnerfamilien die Betreuungsqualität des Jugendlichen sicher und informiert den Vorstand, die Fachgruppe und die platzierende Vormundschafts- oder Strafverfolgungsbehörde über besondere Ereignisse
  • Der Vorstand kontrolliert die Leitung bezüglich betreuerischer, struktureller, betrieblicher, personeller und finanzieller Belange und überprüft die Aktualität des Betriebskonzepts und der Statuten des Verein LIFEplus

Externe Aufsicht:

  • Die platzierende Vormundschafts- oder Strafverfolgungsbehörde stellt sicher, dass die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind und eingehalten werden, prüft Organisation, Konzeption, Ausrichtung und Selbstevaluation des Verein LIFEplus
  • Fachgruppe  (Fachgruppe)

Beschwerdeweg:

Grundsätzlich sollen die vom Konflikt betroffenen Personen gemeinsam eine Lösung suchen. Kann keine konstruktive Lösung gefunden werden, gilt folgender Beschwerdeweg:

  • Bei Problemen soll sich der/die Jugendliche an seine Begleitperson wenden
  • Ist das Problem nicht lösbar, soll der Projektleiter schriftlich informiert werden
  • Sollte der/die Jugendliche nicht mit dieser Lösung einverstanden sein, kann er/sie sich schriftlich an den Vorstand wenden
  • Dem/der Jugendlichen und seiner/ihren gesetzlichen Vertretung steht es jederzeit frei bei der platzierenden Vormundschafts- oder Strafverfolgungsbehörde Beschwerde zu erheben

Der Beschwerdeweg wird im Eintrittsgespräch mit allen Parteien besprochen und in der Aufenthaltsvereinbarung schriftlich festgehalten.

Verein LIFEplus