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Quallität und Sicherheit
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Sicherheitskonzept

Das Sicherheitskonzept aus der Kombination von organisatorischen, pädagogischen, rechtlichen, medizinischen, personellen und kommunikativen Informationen und verbindlichen Verhaltensregeln bildet die Grundlage für eine effektive und nachhaltige Prävention und Qualitätssicherung. Es ist integrierter Bestandteil der Aufenthaltsvereinbarung und basiert auf der örtlichen Risikobeurteilung in Brasilien.

Der Verein LIFEplus legt Wert auf bestmögliche Sicherheit und Transparenz. Um diese zu gewährleisten, werden die Notfall- und Informationswege so kurz wie möglich gehalten.

Informationspflicht

Bei folgenden Ereignissen besteht eine zwingende Informationspflicht:

  • Krankheit / Unfall
  • Entweichung
  • Straftat
  • Drogen- oder Alkoholkonsum
  • massiver Auseinandersetzung
  • extremer Verhaltensauffälligkeit
  • Selbst- und Fremdgefährdung
  • negativer öffentlicher Aufmerksamkeit

Informationsverlauf

Kurze Informationswege gewährleisten die bestmögliche Sicherheit und Transparenz:

  • Die Begleitperson in Brasilien erstellt innerhalb von 24h ein Sicherheitsprotokoll an den Projektleiter
  • Der Projektleiter informiert umgehend die zuweisende Stelle, die Eltern und den Vereinspräsidenten
  • Das Sicherheitsprotokoll geht zur Beurteilung und Auswertung an die externe Fachgruppe

Notfallnummer

Der Projektleiter ist Ansprechperson für alle beteiligten Personen und 24h erreichbar:

Kontakt

Alle Partnerorganisationen verfügen über die technischen Kommunikationsmöglichkeiten und sind 24h erreichbar:

  • Brief- und E-Mailverkehr von und an den/die Jugendliche/n ohne Einschränkungen
  • Jederzeit telefonische Kontaktmöglichkeit zwischen dem/der Jugendlichen und der zuweisenden Stelle
  • Besuche von zuweisenden Fachpersonen sind ausdrücklich erwünscht, Transfer vom Flughafen, Übernachtung und Führung durch die Projekte wird von der Partnerfamilie organisiert
  • Besuche von Angehörigen sind nach Absprache mit der zuweisenden Stelle und dem Verein LIFEplus grundsätzlich möglich
  • Der Verein LIFEplus begleitet den Hin- und Rückflug. Somit finden regelmässige Kontakte zu unseren Partnerorganisationen sowie die Qualitätssicherung und Auswertung vor Ort statt

Berichterstattung

Der Aufenthaltsverlauf wird dokumentiert und die Protokolle werden allen Beteiligten zugestellt:

  • Monatlicher Verlaufsbericht der Begleitperson in Brasilien an den Verein LIFEplus, die zuweisende Stelle und die Eltern des Jugendlichen
  • Monatlicher Rundbrief, den der/die Jugendliche für den Verein LIFEplus, die zuweisende Stelle und die Eltern verfasst
  • Abschlussbericht durch den Verein LIFEplus an die zuweisende Stelle und die Eltern des Jugendlichen

Verhaltensregeln

Die Regeln und Hausordnung unterscheiden sich je nach Partnerorganisation und muss eingehalten werden, für alle Jugendliche gilt:

  • Tabak, Alkohol- und Drogenkonsum ist nicht erlaubt
  • Nutzung von Telefon und Internet nur zur Berichterstattung und Weiterbildungszwecken
  • Das Lenken von motorisierten Fahrzeugen ist verboten
  • Für ausserordentlich Auslagen muss einen Antrag an den Projektleiter gestellt werden, dieser reicht eine Kostengutsprache bei der zuweisenden Stelle ein

Gesundheit

Die medizinische Versorgung und Infrastruktur in Brasilien ist gewährleistet:

  • Jugendlichen die einer besonderen medizinischen Begleitung bedürfen, vermittelt der Verein LIFEplus ein Schweizer Vertrauensarzt, der sich in portugiesischer Sprache mit den Ärzten vor Ort verständigen kann

Versicherungen

folgende Versicherungen sind obligatorisch:

  • Haftpflichtversicherung mit Auslanddeckung
  • Krankenversicherung mit Auslanddeckung
  • Regamitgliedschaft mit Rückführungsdeckung

Dokumente

Die Dokumente werden von der Begleitperson aufbewahrt; Kopien z.Hd. des Jugendlichen und dem Sekretariat Verein LIFEplus:

  • Für die Einreise nach Brasilien wird ein Retourticket und ein Reisepass der 6 Monate über das Rückreisedatum gültig sein muss benötigt
  • Jugendliche unter 18 Jahren benötigen eine vom gesetzlichen Vertreter unterzeichnete und notariell beglaubigte Reisebewilligung
  • vollständiger Impfausweis
  • vollständige Versicherungsnachweise

Rechtliches

Nebst der schweizerischen Gesetzgebung gelten die brasilianischen Bestimmungen, beim Jugendschutz kommt die strengere Gesetzgebung zur Anwendung:

  • Verein LIFEplus Jugendliche besitzen ein Aufenthaltsvisum für ein Jahr und sind bei der zuständigen Schweizer Vertretung gemeldet
  • Der Verein LIFEplus vermittelt sämtliche konsularischen Dienste und die rechtliche Vertretung vor Ort
  • Bei einer Straftat werden Verein LIFEplus Jugendliche durch eine Schweizer Advokatur mit eigenem Anwaltsbüro in Brasilien rechtlich vertreten
  • Die Verein LIFEplus Partnerfamilien haben eine permanente Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung und sind mit einer Steuernummer registriert und sozialversichert
  • Alle Partnerorganisationen sind als gemeinnützig registriert und steuerbefreit

Zuweiserpflichten

Die zuweisende Stelle trägt zur Sicherung der Qualität und Gewährleistung der gesetzlichen Aufsichtspflicht gemäss Art. 316 ZGB bei:

  • monatliche telefonische Kontaktaufnahme mit dem/der Jugendlichen
  • bringt ihre Erfahrung als zuweisende Stelle mindestens einmal in die externe Fachgruppe ein
  • erteilt als Referenzperson interessierten Stellen Auskunft

Datenschutz

Datenschutz, Privatsphäre und Persönlichkeitsschutz sind wichtige Grundrechte:

  • Verlaufsberichte und Abschlussbericht gehen an die zuweisende Stelle und die gesetzliche Vertretung
  • Beschwerde- und Sicherheitsprotokolle gehen an die zuweisende Stelle, die gesetzliche Vertretung, den Vorstand und an die Fachgruppe zur Auswertung
  • Erlebnisberichte des Jugendlichen dürfen nur mit dem Einverständnis aller Beteiligten und in anonymisierter Ausführung veröffentlicht werden

Beschwerdeweg

Grundsätzlich sollen die vom Konflikt betroffenen Personen gemeinsam eine Lösung suchen. Kann keine konstruktive Lösung gefunden werden, gilt folgender Beschwerdeweg:

  • Bei Problemen soll sich der/die Jugendliche an seine Begleitperson wenden
  • Ist das Problem nicht lösbar, soll der Projektleiter schriftlich informiert werden
  • Sollte der/die Jugendliche nicht mit dieser Lösung einverstanden sein, kann er/sie sich schriftlich an den Vorstand wenden
  • Dem/der Jugendlichen und seiner/ihren gesetzlichen Vertretung steht es jederzeit frei bei der platzierenden Vormundschafts- oder Strafverfolgungsbehörde Beschwerde zu erheben
Verein LIFEplus